Gratiskindergarten ohne wenn und aber?

Veröffentlicht auf von Bürgerliste St. Wolfgang

Wir haben den Gratiskindergarten - wunderbar!
Aber wie es scheint, wird nun an anderen Stellen gespart.

 

Folgendes hat uns Christl Schlager mitgeteilt:

Sollten wir in St. Wolfgang nicht 10 Ganztageskinder für alle fünf Tage zusammenbringen, wird der Ganztageskindergarten an diesen Tagen nicht angeboten. Weiters wurde uns in Aussicht gestellt, daß, wer die Kinder ganztägig anmeldet und nicht regelmäßig ganztägig im Kindergarten läßt, seinen Kindergartenplatz verlieren kann.

Nach Nachfrage beim Land, bei der zuständigen Fachinspektorin Strasser (0732/7720/15518) wurde uns mitgeteilt, das ein solcher Ausschluß möglich ist. Er obliegt dem Träger des Kindergartens, in unserem Falle der Pfarre. Im Normalfall sollte es aber nicht dazu kommen, wenn das Kind jeden Tag angemeldet ist, aber nur dreimal die Woche kommt. Wir brauchen also jeden Tag zehn Kinder am Nachmittag, sonst gibt es gar keine Nachmittagsbetreuung.

(Als bizarres Detail am Rande: Es wird Freitag zum ankreuzen angeboten, obwohl wir Freitag gar keine Nachmittagsbetreuung haben.)

 

Mögliche Konsequenzen im Folgejahr für Eltern, die sich dieser Vorgabe verweigern, sind aber nicht auszuschließen, wie wir denken, da die Aufnahme der Kinder ja dem Kindergarten obliegt und es keinen Rechtsanspruch auf einen Kindergartenplatz unter fünf Jahren gibt.

Auch in anderer Hinsicht gibt es Verschlechterungen laut Aussage Christl Schlager. Bei den Zeiten für die Integrationskinder wird geknabbert und noch in anderen Bereichen, die uns gegenüber nicht näher präzisiert wurden.

 

Diese ewigen Unsicherheiten und Drohungen mit Konsequenzen verunsichern nicht nur die Eltern, sondern sind einer offenen Bildungs- und Familienpolitik nicht förderlich. Wir sind gespannt, was der Initiator des offenen und kostenlosen Zugangs zu diesen Vorgängen zu sagen hat. Es kann nicht sein, daß wir einen kostenlosen Kindergarten bekommen, mit einem ja aber versehen.

 

Wir fordern einen offenen und kostenlosen Zugang
zum Kindergarten ohne wenn und aber.
Für zwei Kinder oder zwanzig Kinder. Für drei Stunden oder die gesamte Zeit. Täglich oder auch nur tageweise. Es ist unvorstellbar, heute anzugeben, an welchen Tagen wir nächsten April unsere Kinder ganztags betreuen lassen wollen oder müssen, da wir nicht wissen, wo wir beruflich und privat stehen.

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Veröffentlicht in Familienpolitik

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