Entwicklungsstand Hotel auf der Rössl Wiese - Teil 2

Veröffentlicht auf von Bürgerliste St. Wolfgang

Nun zu den Problemen, die wir mit der derzeitgen Vorgangsweise haben


A.
Im Moment besteht ein hohes wirtschaftliches Risiko

1.)         für den erfolgreichen Verkauf der Zweitwohnungen die dann an 330 Tagen des Jahres leer stehen werden (siehe ehemaliges Hotel Tirol mit geschlossenen Rollbalken auch in der Saison)

2.)         für die Hotelauslastung in einem völlig neu geschaffenen Betrieb, nachdem bereits die lange etablierten Betriebe Auslastungsprobleme haben.

Bei Erfolglosigkeit würde es irgendwann zu einer Hotelaufgabe kommen. In der Folge bliebe nur eine Parifizierung und Verkauf des Hotels in Form von (noch mehr) Zweitwohnungen. Die Nutzung des  Badestrands an der Seepromenade würde dann ausschließlich Zweitwohnungsbesitzern zustehen. Die Gemeinde hätte kein Nutzungsrecht mehr daran.

 

Sollte die Gemeinde jedoch Ihr Versprechen nicht einlösen, einen öffentlichen Badeplatz für Einheimische und Gäste von St. Wolfgang zu errichten, so wäre es zumindest verantwortungsvoller einen allfälligen Strand an den Hotelbetreiber nur zu verpachten und auch nur und ausschließlich solange das Hotel tatsächlich als Hotel betrieben wird. Sollte dies nicht mehr der Fall sein, müßte der Pachtvertrag hinfällig werden und das Grundstück wieder zurück an die Gemeinde fallen!

 

B. Die nüchterne, fast kasernenartige Architektur, entspricht unserer Meinung nach nicht der Erwartungshaltung von Gästen die das Salzkammergut besuchen.

 

C. Das Argument, daß durch das Projekt zahlreiche Arbeitsplätze in der Region entstehen würden, wie von den Befürwortern immer wieder ins Treffen geführt wurde, ist für uns nicht glaubwürdig, wenn man weiß, daß Mitarbeiter selten nach regionaler Herkunft, sondern ausschließlich nach der Qualifikation ausgewählt werden.

Soweit man aus Zeitungsberichten entnehmen kann, rekrutiert die Betreiberfirma TRAVEL CHARME den Großteil ihrer Mitarbeiter meist aus den eigenen deutschen und betriebsintern geschulten Reihen. Das heißt, wir bekommen noch mehr saisonal angestelltes Personal in die Region. Das freut vor allem die Vermieter von Personalzimmern.

 

Wir hoffen, daß die Gemeindeverantwortlichen und die Betreiber sich endlich dazu aufraffen, in einer öffentlichen Veranstaltung das Projekt den Bürgern und Bürgerinnen vorzustellen.

Transparenz hat einem Großprojekt noch nie geschadet. Sie erhöht die Akzeptanz in der Bevölkerung und hilft Mißverständnisse aus dem Weg zu räumen.

Werbung

Veröffentlicht in Gemeindeprojekte

Um über die neuesten Artikel informiert zu werden, abonnieren:
Kommentiere diesen Post