Bürgermeistergespräch Teil 3 - Wirtschaft

Veröffentlicht auf von Bürgerliste St. Wolfgang

Gewerbe, Tourismus und der vierte Sektor
Wie in Gesprächen festgehalten wurde, besteht St. Wolfgang aus zwei Regionen. Die erste reicht von Schwarzenbach in die Ried und ist im Kern vom Handel und Tourismus, die zweite von Schwarzenbach nach Wirling und ist mehr vom Gewerbe und der Landwirtschaft geprägt. Wir haben also im Grunde drei Wirtschaftsschwerpunkte: den Handel, den Tourismus und die Landwirtschaft. Das Gewerbe arbeitet im Prinzip den anderen drei Wirtschaftsformen zu und hat kein eigenes Profil entwickelt.
Im Zusammenhang mit der Frage, wie können wir unsere Gemeinde lebendig und zukunftsorientiert halten, wird die entscheidende Frage sein, wie wir Gewerbebetriebe in unsere Gemeinde holen können, die sich nicht nur Zulieferbetriebe für den Handel und Tourismus sind, sondern auch eine Wertschöpfung von außen in die Region bringen.
Die von Hannes Peinsteiner angesprochene Energieeffizienz, ökologisch agierende Gewerbebetriebe sind durchaus dazu angetan einen Teil davon abzudecken. Doch wird auch das zu wenig sein.
Unsere Meinung: Wichtig wird in Zukunft sein, mit neuen Wirtschaftsformen vor allem jungen und gut ausgebildeten Menschen eine dauerhafte Überlebenschance in der Gemeindne zu bieten. Matthias Horx (einer der wichtigsten Trendforscher) hat am Sonntag den 17. Mai im ORF gesagt, daß nur in der Wissensökonomie in Zukunft Wachstumschancen liegen. Die Gemeinde St. Wolfgang muss ihren jungen und gutausgebildeten Gemeindebürgern, die Möglichkeit bieten, sich mit ihrem Wissen in die Gemeindearbeit einzubringen und auch zufunftperspektiven zu haben. (Projekt: Die Intelligenz in der Region zu halten – Technologiezentrum Gmunden)
Die Toursimusbranche ist nicht von Wissensökonomie geprägt. Die Kommunikations- und Informationstechnologien sind die Wirtschaftsformen der Zukunft. Auf diese zu setzen heißt nicht, Industrien anzusiedeln oder Telearbeitsplätze nach St. Wolfgang zu holen, sondern kleine und mittlere Gewerbebetriebe, die ihre Geschäfte anderswo tätigen, aber in einer intakten Umwelt wohnen und arbeiten wollen.
Das es Menschen gibt, die das wollen, kennen wir von der Bürgerliste aus unserem Bekanntenkreis. Doch diese gut ausgebildeten, effektiv und flexibel arbeitenden Menschen, erwarten sich ein offenes, aufgeschlossenes und infrastrukturell (vor allem in Bezug auf Familie, Schule und ärztliche und Nahversorgung sowie Freizeit) gut ausgebautes Gemeindenetzwerk.
In St. Wolfgang wird sich in den nächsten Jahren die Frage stellen, wollen wir nach außen hin nur eine Bühne für den Tourismus bieten und nach Innen weiter den sozialen Tod sterben. Oder werden wir nach außen hin eine lebendig gestalterische Kraft in Bezug auf die Wirtschaft der Zukunft und nach Innen eine lebendige Gemeinschaft aus Menschen bilden, die aus unterschiedlichen Lebens- und Arbeitsformen kommen
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