Jetzt habe ich es amtlich
Kommentar unseres Gemeinderates Raimund Bahr
zur Anfragebeantwortung a) durch Herrn Bürgermeister Johannes Peinsteiner
Unser Herr Bürgermeister hat eine Webseite in Auftrag gegeben. Hurra!
Sie ist sogar schon fertig. Doppeltes Hurra!!
Die Antwort des Herrn Bürgermeister zur Medien- und Informationspolitik bestätigt mich in meiner Annahme, daß auf eine direkte Kommunikation mit den Bürgerinnen und Bürgern von den Gemeindeherrschaften, kein Wert gelegt wird.
Allein der Vorgang, wie die Webseite zustande gekommen ist, zeigt wie wenig Wille bei unseren Herrschaften vorhanden ist, demokratiepolitische Reformen vorzunehmen und für Transparenz in der Verwaltung zu sorgen.
Jetzt wird es doch wieder nur ein virtuelles Amtsblatt.
Da ringe ich mir gerade noch ein Hurrachen ab.
Wie unser Herr Bürgermeister schreibt ist diese Webseite nicht für den offenen Austausch zwischen den Bürgerinnen, den Bürgern und der Gemeinde geplant.
Wir werden von der Gemeinde über deren gesetzte Schritte informiert.
Herrschaftliche Politik wird im Internet fortgesetzt. Keine Möglichkeit darauf zu antworten, diese Schritte zu diskutieren oder gar interaktive Partizipationsmöglichkeiten für die Bürgerinnen und Bürger zu schaffen.
Bürgerbeteiligung wird nun doch wieder bis zur nächsten Wahl aufgeschoben.
Danke für ihre Offenheit Herr Landtagsabgeordneter.
Danke, Herr Landtagsabgeordneter, daß Sie die Gemeinde weiterhin demokratiepolitisch im 19. Jahrhundert festnageln.
Ich hoffe, Sie haben außer Herrschaftsinteressen der ÖVP auch noch die Interessen der Menschen im Auge. Obwohl ich langsam lalle Hoffnung fahren lasse.
Die heute 11jährigen sind bei der nächsten Wahl berechtigt ihre Stimme abzugeben. Und ich denke nicht, daß diese Generation bereit ist, sich mit reiner Information im Internet zufrieden zu geben. Diese neue Generation von Wählerinnen und Wählern ist jetzt schon interaktiv in den sozialen Netzen tätig.
Viel Glück mit Ihrer Informationspolitik bei der nächsten Wahl.
Ich halte es für einen politisch mutigen Schritt, ihre selbstvergessene Art Politik zu machen, nun auch tatsächlich öffentlich zu dokumentieren, daß in Ihren Augen die Bürgerinnen und Bürger für die Gemeindeherrschaften da sind und nicht umgekehrt.
Interaktivität würde in meinen Augen bedeuten, nicht nur auf eine Tür im Gemeindeamt Bürgerservice zu schreiben, sondern diese auch im Internet zu praktizieren.
Wieder ist eine Chance vertan, die Gemeinde zukunftsorientiert in das digitale Zeitalter zu führen. Wir harren der Informationen, die sie uns unsere Herrschaften bereit sind zu geben.