Nach der Sitzung eins

Veröffentlicht auf von Bürgerliste St. Wolfgang

In der gestrigen Gemeinderatssitzung hat uns der Herr, der Bürgermeister, nicht nur die Erhöhung der Kanalgebühren aufgezwungen, obwohl SPÖ und BürgerListe Einsparungspotentiale in der Höhe von mindestens 100.000 € vorgeschlagen haben, die zielgenauer, gerechter und vor allem strukturell wirksamer gewesen wären, nein, er hat uns auch gleich wissen lassen, was noch auf uns zukommen wird.

 

Sollte es zu keiner Entspannung der Situation kommen, werden wir mit Gebührenerhöhungen in allen Bereichen rechnen müssen. Nun gut, das wird sich nicht vermeiden lassen. Doch wir werden sehen, wie gerecht unser Herr, der Bürgermeister, wirklich sein kann. Wird er wieder mit dem Kamm durch das Volk scheren und hoffen, daß die, die sich am wenigsten wehren können, murrend aber ohne nennenswerten Widerstand, ihren Beitrag leisten?

 

Oder wird er auch die scheren, die am stärksten von den Investitionen, die da noch auf uns zukommen profitieren?

 

Ich fürchte, daß das erst der Anfang war. Erwin Pröll, sein Kumpel von ganz oben macht ja gerade vor, was Hannes Peinsteiner in seiner gloriosen Herrlichkeit nachzuahmen gedenkt. Phantasielose Budgetpolitik aus seinem eigenen Kopf heraus.

 

Wie hat letztens mal jemand so schön formuliert: Unser Herr, der Bürgermeister, lebt in einer Parallelwelt.

Ja, das tut er. In der Welt der Politiker. Wo noch alles heil ist, alles möglich scheint, wo alle smachbar ist, weil zahlen müssen es immer die anderen. Ihre Gehälter, ihre Rücklagen, ihre Parteispenden tastet in diem Land niemand an.

 

Das ist der eigentliche Skandal und die bittere Wahrheit, die ich aus der letzten Sitzung mitnehme: unsere Politiker leben jenseits aller ökonomischer Verantwortung und Rechtschaffenheit.

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Veröffentlicht in Innenpolitik

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